Belletristikpreis des ZEIT Verlages

John Burnside – Lügen über meinen Vater

John Burnside

»Lügen über meinen Vater«

Übersetzer: Bernhard Robben, 384 Seiten, 19,99€, Knaus Verlag
ISBN: 978-3-8135-0315-9

John Burnside

»Lügen über meinen Vater«

John Burnside

John Burnside

"Ein brillantes, erschütterndes Meisterwerk"
alternativ:
"Nur wer vom gleichen Leid gezeichnet ist, darf mit dem schwer Geprüften traurig sein." (Aus: "König Ödipus", Sophokles)

Am Ende wünscht John Burnside seinem Vater nur noch den Tod. Dieser kompensiert mit großer Brutalität seine eigene armselige Existenz. Ohnmächtig und erniedrigt muss der Sohn zusehen wie der Familientryrann durch Saufen, Prügeln und Lügen die Familie zerstört. Hasserfüllt flüchtet sich der Jugendliche in Drogen und Alkohol und erkennt in seinen schlimmsten Exzessen den Vater. Er landet schließlich in der Psychatrie. Doch dann der Glücksfall: Er entdeckt die Welt der Literatur und für sich eine neue Lebensperspektive. Seine eigene schriftstellerische Schaffenskraft wird für ihn zum Überlebens-Ventil.

In mutiger, schonungsloser Offenheit ist ein autobiografischer Roman von großer erzählerischer Wucht entstanden. Mitleidslos schildert der Autor Grausamkeiten, die den Leser oftmals erschüttert zurücklassen. Der virtuose, filligrane Umgang mit Worten könnte keinen größeren Kontrast dazu bilden. Burnside selbst entpuppt sich als Ich-Erzähler, der zwar eine Katharsis erfährt, die ihm aber keine Erlösung bringt. Die Bewältigung des Kindheitstraumas ist das bisher stärkste Buch des 1955 geborenen Schotten. Er wurde soeben mit dem internationalen Petrarca-Preis ausgezeichnet.

Dr. Rainer Esser, Geschäftsführer ZEIT Verlag Gerd Bucerius
 

 

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